Ausschreibungsbeispiel aus dem Fortbildungsheft
der Ev. Landeskirche Oldenburg
„beruhig dich doch mal ...“
Kindliche Selbstregulation verstehen und spielerisch
im Kita-Alltag anleiten
Pädagogische Fachkräfte kennen solche Situationen:
- Ein Kind im „Panikmodus“: Es schreit und weint und gut gemeinte, beruhigende Worte kommen überhaupt nicht an.
- Die Verabschiedung am Morgen: Unsicherheit und Stress der Eltern überträgt sich auf das Kind und die Situation schaukelt sich emotional hoch.
- Diffuse Unruhe im Morgenkreis: Die Stimmung ist angespannt und stört den gesamten Ablauf.
Wenn Kinder von Emotionen überrollt werden, schaltet ihr Gehirn auf „Überleben“. Rationale Worte verpuffen dann wirkungslos.
Pädagogische Fachkräfte können die Kinder in solchen Situationen unterstützen, über den Körper „Sicherheits-Signale“ an das Gehirn zu senden und sich dadurch zu regulieren.
Neben neurobiologischem Hintergrundwissen steht in der Fortbildung das praktische Tun und der Transfer in den pädagogischen Alltag im Mittelpunkt.
Themen sind:
- Was passiert im Gehirn?
Welches theoretische Wissen hilft zu verstehen, warum Kinder bei Stress nicht mehr rational kooperieren können?
- Wo brennt es im Alltag?
In welchen typischen Kita-Situationen ist die Selbstregulations-Kompetenz der Kinder besonders gefordert?
- Welche Übungen können helfen?
Welche konkreten Regulationsübungen aus den Bereichen Atmung, Körpersinne oder Bewegung helfen dem Nervensystem, in den Ruhemodus zu schalten?
- Wie gelingt das Anleiten?
Praktisches Erproben und Anleiten der Übungen.
