Ausschreibungsbeispiel für Fortbildungshefte




„kleiner Kreislauf - große Fragen“

Themen wie Vergänglichkeit, lebendig und tot feinfühlig, angstfrei und mit Leichtigkeit im Kita-Alltag etablieren

Kennen Sie solche Situationen?


  • Im Gartenbeet wird ein toter Käfer entdeckt – die Kinder sammeln sich neugierig um das Tier und stellen unvermittelt die Frage: „Ist der jetzt für immer schlafend?“
  • Ein Kind schaut im Herbst auf die bunt gefärbten, abfallenden Blätter und fragt ganz unbefangen: „Müssen alle Menschen irgendwann sterben?“
  • Ein Kind erlebt einen Verlust in der Familie oder ein Haustier stirbt, und im Team entsteht sofort große Unsicherheit: Wie sprechen wir das feinfühlig an, ohne etwas falsch zu machen?


Die Themen Vergänglichkeit, Leben und Tod gehören unausweichlich zum Dasein dazu. Dennoch weichen wir ihnen im Alltag oft aus, weil sie Berührungsängste und eigene Unsicherheiten auslösen.

Das Problem dabei: Wenn wir das Thema im Alltag ausklammern, müssen wir ihm im Falle des Todes eines Menschen von jetzt auf gleich in seiner vollsten Schwere begegnen – völlig unvorbereitet und meist sprachlos.


Das muss nicht so sein. Wir können bereits vor einem Ernstfall üben, über das Vergehen und Erneuern zu sprechen. Die Natur gibt uns tagtäglich Gelegenheiten an die Hand, um das Thema ganz ungezwungen zu beobachten und zu besprechen.

In dieser Fortbildung lernen Sie, wie Sie Vergänglichkeit mit natürlicher Leichtigkeit im Alltag etablieren, Hürden abbauen und Kindern feinfühlig Orientierung geben.


In dieser Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden mit folgenden Fragen auseinander:


  • Berührungsängste abbauen: Wie begegne ich meinen eigenen Hürden beim Thema Tod und Trauer, um im Berufsalltag souverän, haltgebend und angstfrei aufzutreten?


  • Vorbeugen statt Abwarten: Wie nutzen wir die Natur und alltägliche Beobachtungen, um das Thema ohne Notfall-Anlass mit Leichtigkeit zu besprechen und Gesprächsanlässe zu üben.


  • Worauf muss ich im Gespräch achten? Welche Begriffe verstehen Kinder in welchem Alter, wie erklären wir biologische Vorgänge ehrlich und welche verwirrenden Metaphern sollten wir vermeiden?


  • Kinder in ihrer Trauer verstehen: Wie äußert sich kindliche Trauer im Kita-Kontext und wie können wir betroffenen Kindern feinfühlig und systemisch zur Seite stehen?


  • Impulse für die Praxis: Welche Bilderbücher, Übungen und Naturprojekte helfen uns dabei, den Kreislauf des Lebens als etwas Natürliches im Kita-Jahr zu verankern?



Die Fortbildung bietet Ihnen einen geschützten Raum für kollegialen Austausch und fachliche Orientierung aus der systemischen Trauerbegleitung. Sie erfahren, wie Sie Berührungsängste abbauen und Sprachfähigkeit gewinnen – damit Sie dem Thema nicht erst in seiner vollen Schwere begegnen müssen, sondern es als natürlichen Teil des Lebens begleiten können.